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Hannes Brunner
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Wenns nichts zu tun gibtSATELLITENSCHÜSSELN receiving project 7 >
[2003
receiving project 7 a
> 2009]
Kiel, Juni/Juli 2003 Wangen SZ, Sep 2009 -
Recherchen
„ ... ich meine die Figur des Idiota in den drei Dialogen des NIKOLAUS VON CUES aus dem Jahre 1450. Zur Charakterisierung dieser Dialogfigur genügt es nicht, das neue Selbst-bewusstsein des Laien im 15.Jahrhundert, wie es sich hier reflektiert, soziologisch aus dem Gegensatz gegen den Kleriker herzuleiten. Der Cusaner konfrontiert seinen Idiota sowohl mit dem Philosophen als dem Vertreter der Scholastik wie auch mit dem Rhetor als dem Repräsentanten des humanistischen Typus [...] .Im zweiten Kapitel des Dialoges De mente führt der Laie seinen Gesprächspartnern, dem Philosophen und dem Rhetor, vor, was sein eigenes Handwerk, die ihren Mann nur bescheiden nährende und im öffentlichen Kurs so niedrig notierte Löffel-schnitzerei, ihm selbst für sein Selbstverständnis und seine Selbstwertung bedeutet. Zwar ist aus dieser „Kunst“ Nachahmung, aber nicht Nachahmung der Natur, sondern Nachahmung der ars infinita Gottes selbst, und zwar insofern diese originär, urzeugend, schöpferisch ist, nicht aber insofern sie faktisch diese Welt geschaffen hat. „Coclear extra mentis nostrae ideam non habet exemplar“. Der Löffel, kein Hochprodukt gerade der Kunst, ist doch etwas absolut Neues, ein in der Natur nicht vorgegebenes Eidos, und der schlichte Laie ist der Mann, der das hervorbringt. [...] (S.62:) Wir haben den Idiota des Cusaners als historisches Indiz, nicht als geschichtsbildende Energie zu betrachten. Denn das Fazit der neuzeitlichen Geistesgeschichte ist der Antagonismus von Konstruktion und Organismus, von Kunst und Natur, von Gestaltungswillen und Gestaltungs-gegebenheit, von Arbeit und Bestand...“
Hans Blumenberg ,„Wirklichkeiten, in denen wir leben“, Reden und Aufsätze, Reclam:
Ausstellungstext (2003)
Sich dem Nachbau und Mimen technischer Erscheinungen zu widmen, bedeutet die Fragen nach Beschäftigung, nach Arbeit und vor allem nach der künstlerischen Produktion im Informa-tionszeitalter ad absurdum zu führen. Kunstpro-duktion, selbst Medium, wird zum Anta-gonismus von Konstruktion und Organismus, von Kunst und Natur, von Information und Medium, von Arbeit und Bestand.
Von 1996-2003 hat sich Hannes Brunner eine Beschäftigung vorgenommen, Satelliten-schüsseln nachzubauen. Aus Schaum-stoffen! Diese alle Fassaden zierenden Objekte vereinen jene „Charakterzüge“, die man von einem öffentlichen, funktionalen Objekt gewohnt ist: Man sieht es eigentlich nicht! Und weiter: Sie sind optisches Überbleibsel der entschwindenden Bilder unserer Informations-gesellschaft. Sie sind ein Stück Realität für die Scheinwelten.
Zitat: „ Die Antennen sind aufgerissene Mäuler zum Fressen des Unvorstellbaren. Und was dann als letztes Resultat dieses Saugens am Unvorstellbaren aus der Kiste (dem TV) rauskommt, sind unbegreifliche Vorstellungen (falsch entzifferte Technobilder). ... Die Antennen sind der zu Material geronnene Wille, das Unvorstellbare zu konsumieren.“
(Vilem Flusser)
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Sommer
[2009]
receiving project 7 a Skizzen 1 Skizzen 2 Skizzen 3
[Jun 2009]Modell 1 Modell 2 Modell 3 ________________________________________________________________________________________________________________
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_________________________________________ Blickwinkel in den Raum
[Aug 2009]
receiving project 7 a Arrangement 1 Arrangement 2 Arrangement 3 ________________________________________________________________________________________________________________
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[Aug 2009]
Gestell-Konstruktion
Konstruktionsskizze 090819
Konstruktionsskizze 090816
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090824 _ Provisorischer Aufbau
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