Die Arbeit macht ein anderer

Anlässlich der Tagung an der Universität Paderborn, 20.-22-April 2016, SKULPTUR LEHREN

Das Abfragen von Daten prägt unser Dasein. Der Wunsch, die Entscheidung andern zu überlassen, ebenfalls. (Videoaufnahme des Vortrages)
Zur Zeit verändern sich die seit Längerem als konstant angenommenen Beziehungen zwischen „Raum in echt“ und dem, wie wir auf ihn als Mischung von „echt und vorgestellt“ reagieren. Die Wahrnehmung und Wissenssteigerung durch algorithmische Aufzeichnung ist immens, Continue reading

Skulpturales Handeln

Anlässlich der Veröffentlichung 2014 in Kunst+Unterricht, Friedrich Verlag

„Ich möchte hauptsächlich mit dem Begriff „Skulpturales Handeln“ umgehen. Auch wenn er vorerst Verwirrung stiftet, scheint er mir eine wunderbare Gelegenheit zu geben, Dimensionen der künstlerischen Arbeit über das zwei-, drei- und mehrdimensionale Denken hinaus neu anzugehen. Continue reading

Hegel’s Early Love

Each year, millions of people switch off their lights for Earth Hour in their local times on the last Saturday of March. Meanwhile, others use that hour for attracting attention. All of the sudden, Continue reading

Architecture of Time

GLOSSARY

published may 2008
ELEMENTS FOR A CONSTRUCTED RETURN OF TIME
Some thoughts about an architecture of time

1
HORE
080310
The architecture of time might be a specific “Hore”. „Hora“ is the hourly prayer; one is part of it; „Hora“ however also names a Nymph and a lover of Zeus with whom she had a son called Kolax.
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Wissen und Vorstellung um mich herum

Vortrag vom
30.5.2007 in Zürich

Text + Bilder

Seit längerem befasse ich mich mit Installationen und Projekten in Kunsträumen, die mit ephemeren Alltags- und Modellbaumaterialien zusammengestellt sind. Dem letzteren zolle ich grosse Aufmerksamkeit. Die gedankliche Übertragung als visualisierte Metapher Continue reading

Gespräch mit Henning Klodt, Institut für Weltwirtschaft Kiel; 15.6.2001

Gespräch mit Henning Klodt, Institut für Weltwirtschaft Kiel; 15.6.2001

Brunner:
Zu unserem Thema der Fusionen und Globalisierung. Ich habe Fragen zu Globalisierung und zu Megafusionen aufgestellt. Teilweise kommen sie aus dem Bauch heraus. Es geht darum, inwieweit Geldfluss, vor allem im Hinblick auf die Globalisierung, einen kulturellen Einfluss hat. Dies ist insoweit interessant, wenn man nachliest, was es überhaupt ist: Der immer abstrakter werdende Tausch! Da tauchen Parallelen zur ganzen Kunstgeschichte, zur Geschichte der Kultur in der Moderne auf, die eine Abstraktion erfunden hat.
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Projekt und Wahnsinn

– ein Gespräch mit zwei Büchern – (1)

September 2003

hannes brunner:
… Die subjektive Haltung gegenüber dem zu entwickelnden künstlerischen Werk tritt zurück und das Verhältnis des Kunstwerkes zu gesellschaftlichen, sozialen Kontexten rückt nach! Nur ganz selten ist es vertretbar, die individualisierte Sichtweise in einer stereotypen Öffentlichkeit alleine zu zeigen. Das Subjekt, vor allem das in der Kunst handelnde, wird sich aus gesellschaftlichen Zusammenhängen beweisen müssen, bevor seine persönliche innere Haltung gegenüber einer Außenwelt Bestand haben kann. Eine Haltung des sich entwickelnden Subjektes beschrieb Vilém Flusser als Subjekt zum Projekt hin, zu dem eigentlichen »vor sich hergestellten«. Die zuvor bestehende Ausgangslage erscheint als Kodifikation durch allgemeine Gesetze. Jacques Derrida beschreibt »die Welt als Text«, Marshall MacLuhan sieht sie ebenso wie das »sich um uns herum befindende Gehirn«.
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Suburban Entity: Neubausiedlung – Identität und Medien

Suburban Entity: Neubausiedlung – Identität und Medien

01 Titel SUBURBAN ENTITY
Suburban Entity, was soviel heißt wie “Vorstadt-Dasein”, oder “suburbane Wesenheit” bezeichnet ein künstlerisches Unternehmen für Nachforschungen zu den Neubausiedlungen unter soziokulturellen Aspekten und die gedanklichen Interpretationen, die ich seit längerem gemacht habe. Zur Zeit werden Ausschnitte davon in Form einer Wanderausstellung in temporäre Inszenierungen wie hier im Kirchenchor von St.Petri Lübeck vorgestellt.
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Metaphorische Modellbaukonstruktion zum westlichen Siedlungsleben

001

Verschiedene architektonische und mediale Parallelen sind ausschlaggebend zur Entwicklung des Projektes “Suburban Entity”.
Generell wurde beabischtigt, sich auf eine Beschäftigung einzulassen, über Vorstädte als Phänomen unsere westlichen Lebenskultur eigendynamische Recherchen zu machen, und in irgendeiner Weise zu einer in sich abgeschlossenen Visualisierung zu bringen.
Somit ist das, was Sie hier sehen die Spitze eines Eisberges, oder eben ein Versuch, eine Modellskulptur mit speziellem, medialen Inhalt zu schaffen, abzuformen und materiell transportfähig umzusetzen.
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